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SpVg. Bönen
Vorstand zieht die Reißleine: Welp entlassen

Bönen: SpVg. zieht Reißleine - Welp entlassen

Nach dem 0:1 gegen den SSV Mühlhausen II war den Verantwortlichen der SpVg. Bönen klar, dass etwas passieren musste. Der Vorstand zog die Reißleine.

Und entließ den Trainer Jürgen Welp. „Wann soll man reagieren, wenn nicht nach einer Heimniederlage gegen den Tabellenletzten“, fragt Peter Hahnemann - natürlich nur rhetorisch. „Die Mannschaft hat sicher nicht gegen den Trainer gespielt, aber es musste etwas passieren. Wir schießen einfach keine Tore und irgendwann macht sich natürlich Panik breit.“

Deshalb sah sich der Fußball-Vorsitzende des Bezirksligisten angesichts der Talfahrt seines Klubs – in der Rückrunde ging die „Rehbusch-Elf“ ausnahmslos als Verlierer vom Platz - zum Handeln gezwungen: „Um noch einmal etwas extra Motivation aus der Mannschaft herauszukitzeln, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen“, erklärt Hahnemann.

Jürgen Welp

Der 50-Jährige trat bei der SpVg. Bönen zu Saisonbeginn die Nachfolge von André Klammroth an, der zuvor als Spielertrainer fungiert hatte. Welp war in seiner aktiven Karriere Profi bei Rot-Weiss Essen und Schalke 04. Bei den "Königsblauen" stand der Torwart vor rund 20 Jahren aber immer im Schatten des zehn Jahre jüngeren Jens Lehmann.

Ganz leicht fiel die Entscheidung indes nicht: „Jürgen Welp ist charakterlich ein super Typ, er hat nie den Ex-Profi raushängen lassen“, singt das Vorstandsmitglied ein Loblied auf den ehemaligen Schalker Schlussmann. Der beweist Größe und deshalb geht man im Guten auseinander: „Jürgen hat unsere Begründung akzeptiert und angekündigt, sich auch das Spiel am Donnerstag anzugucken und dort ein Bier mit uns zu trinken.“ Mit dem SV Herbern kommt ein Schwergewicht der Staffel nach Bönen. „Da hängen die Trauben sehr hoch“, weiß Hahnemann. „Andererseits haben wir da auch nicht viel zu verlieren. Aber am Ostermontag in Brackel müssen dann Punkte her.“

Als Adressat dieser Ansage darf sich vor allem Thorsten Berger fühlen. Der A-Junioren-Trainer und Defensiv-Spezialist der ersten Mannschaft gibt ab sofort den Spielertrainer, zunächst bis Saisonende. „Ob er dann als Spielertrainer weitermacht oder nur noch als Coach arbeitet, muss man dann sehen. Thorsten wird aber bei uns bleiben, auch wenn es nicht klappt mit dem Klassenerhalt.“

Noch aber gilt beim Vorjahres-Zehnten jedoch das Prinzip Hoffnung: „Wir vertrauen Thorsten, er kennt den Verein und die Mannschaft. Er spricht die Sprache der Spieler und hat als Junioren-Trainer vor allem zu den Jungen im Team einen guten Draht. Einen Externen zu holen, mit dem man sich erst einmal beschnuppern muss, hätte aus unserer Sicht keinen Sinn gemacht“, glaubt der Abteilungsleiter. „Wir sind ja nicht in der Bundesliga.“

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