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Halle Velbert
Langenberger SG reagiert auf Ausschluss und erhebt schwere Vorwürfe

Foto: Uwe Möller

Die Langenberger SG hat in einer Stellungnahme den Ausschluss von der Hallenmeisterschaft in Velbert als ein "Verbrechen gegen die menschliche Würde" bezeichnet. 

[article=465827]Am Freitagabend wurde die Mannschaft der Langenberger SG frühzeitig disqualifiziert[/article] und sogar von der Polizei aus der Halle am Berufsschulzentrum in Velbert eskortiert.

Laut Angaben des Veranstalters sollen Spieler und Verantwortliche der LSG nach mehreren Platzverweisen sowie einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter den Regieraum belagert haben. Letztendlich entschloss sich die Turnierleitung, die Langenberger vom Wettbewerb auszuschließen, was zu Protesten führte. Am Ende setzte die Polizei, die laut den Veranstaltern mit mehreren Mannschaftswagen sowie einer Hundestaffel anrückte, das gegen die LSG verhängte Hausverbot durch.

Langenberger SG wehrt sich gegen Vorwürfe

Das Trainerteam der Langenberger SG hat dem Portal FuPa eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen zukommen lassen und wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Der Verein wirft dem Veranstalter des Turniers (Mitglieder aus TSV Neviges) vor, wissentlich falsche Tatsachen verbreitet zu haben. Darüber hinaus soll der Schiedsrichter zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle über das Spiel gehabt haben. Der Polizeieinsatz sei zudem nicht notwendig gewesen und lediglich ein Mittel, um die LSG aus dem Turnier zu werfen. Die Disqualifikation bezeichnet das Trainerteam letztendlich als ein "Verbrechen gegen die menschliche Würde".

Das Statement der LSG im Wortlaut

Unberechtigte Disqualifizierung

Nach diversen unberechtigten Vorwürfen möchten wir uns zur gestrigen Disqualifizierung äußern:

Zunächst einmal möchten wir festhalten, dass die LSG Birlikspor eine ambitionierte Fußballmannschaft ist, die sich in der Vergangenheit in solchen Turnieren respektvoll und angemessen verhalten hat. Durch die Ereignisse der Stadtmeisterschaft und die daraus resultierten Schlagzeilen im Internet wurde ein negatives Bild auf unsere Mannschaft geworfen. Der Ruf jeder Mannschaft ist bedeutsam. In einem Turnier, welches aus bekannten Gesichtern aus Velbert besteht, ist jeder bemüht, seinen Ruf zu wahren und ein positives Bild abzugeben.

In diesem Falle besteht eine Rufschädigung, da die Veranstalter des Turniers (Mitglieder aus TSV Neviges) wissentlich eine falsche Tatsache über uns verbreitet haben und damit unser Ansehen schädigen möchten. Die Veranstalter alarmierten dreimal die Polizei. Die Zuschauer waren über die zahlreichen Einsatzkräfte verwundert, da die Situation zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Die Polizei selber wusste nicht, warum sie gerufen wurde. Vertreter der LSG sprachen mit der Polizei in einem angemessenen Ton. Die Polizei betonte, dass der Veranstalter die LSG aus dem Turnier disqualifiziert.

Zudem möchten wir die Menschen nicht nur über das Fehlverhalten des Turnierveranstalters hinweisen, sondern auch über die Inkompetenz der Schiedsrichter aufmerksam machen. Denn die Schiedsrichter hatten zu keiner Sekunde das Spiel unter Kontrolle. In so einem Format gehören Emotionen dazu. Die Schiedsrichter wurden weder bedroht noch von unserer Seite einer Tätlichkeit ausgeübt.

Es gab lediglich verbale Äußerungen, da sich die Spieler über die Fehlentscheidung der Schiedsrichter aufgeregt haben. Insgesamt wurden drei rote Karten gezeigt, diese sind völlig überzogen. Der Schiedsrichter sah die rote Karte als einzige Lösungsmöglichkeit, kurze Verwarnungen wären ausreichend gewesen. In der Vergangenheit griffen sich die Spieler an, beleidigten sich und es kam zu mehreren Rudelbildungen. Diese Auseinandersetzungen sind viel schlimmer gewesen und ausgeartet. Niemand alarmierte aber die Polizei. Im gestrigen Turnier kann jeder bestätigen, dass der Einsatz der Polizei nicht notwendig war und lediglich ein Mittel war, um uns als LSG aus dem Turnier zu disqualifizieren.

Der Veranstalter war nicht in der Lage, ein Turnier zu leiten. Der Veranstalter behauptete, dass die Gegner nicht mehr gegen uns antreten wollen. Auch das entspricht nicht der Wahrheit, da wir das Gespräch zu einigen Mannschaften suchten. Die letzten beiden Spiele hätten wir gegen LSV und Stella angetreten. Beide Mannschaften machten uns deutlich, dass sie gegen uns antreten möchten. Nach einigen Diskussionen mit den Sicherheitsleuten wurde die Disqualifizierung aufgelöst. Alles hatte sich beruhigt und viele Spieler mussten vom Trainer der LSG zurückgerufen werden, da sie aufgrund der Disqualifizierung nach Hause fuhren. Fünf Minuten vor Beginn des vierten Spiels der LSG teilte uns der Veranstalter mit, dass die LSG doch nicht antreten darf. Grund dafür sei, dass er uns nicht mehr im Turnier haben möchte. Die Art und Weise, wie mit uns umgegangen worden ist, ist nicht zu akzeptieren, verachtend und unfair.

Wir sind uns über die roten Karten bewusst, auch wenn diese überzogen waren, haben wir diese nach einigen Diskussionen akzeptiert. Niemand wurde bedroht oder angefasst. Fußball ist ein Sport der Emotionen, speziell wenn es um eine historische Veranstaltung wie die Stadtmeisterschaft in Velbert geht, wo sich jeder beweisen möchte.

Unsere Spieler können für Beleidigungen verwarnt werden, aber aus dem Turnier disqualifiziert zu werden, ist ein Verbrechen gegen die menschliche Würde. Unserem Bild wurde damit von außen geschadet.

Trainerstab der LSG.

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